Der BVB in München: Champions League – egal wie!

Der leidgeprüfte Watzke sollte sich für das zu erwartende nervenfetzende Finish der Bundesliga einen Platz auf der Haupttribüne doppelt überlegen. Der, der niemals, niemals lacht bei vakanten Spielen müsste beispielsweise in der Allianz Arena die Hände der Bayern-Bosse schütteln. Zittern nicht erlaubt, wäre ein schlechtes Omen für seine nervlich instabile BVB-Truppe, die sich wie zuletzt gegen die Hannoveraner mit knappen Ergebnissen durch die Belle Etage der Liga mogelt. Nicht ausgeschlossen, dass dem Offenbarungseid von Salzburg ein weiterer in München folgen könnte. Abgemildert durch die Hoffnung, dass die Bayern mit dem sicheren Titel im Rücken mehr nach Andalusien zum Königsklassen-Gegner Sevilla schauen als auf die mitunter trägen und ausrechenbaren Laufbewegungen in der Dortmunder Abwehrzentrale und im Mittelfeld.

Keine Frage – und das wissen Watzke und Zorc nur zu gut. Borussia Dortmund braucht kostenintensiv ein stark verändertes Personal. Transfermäßig hat sich der vorher an Leistungsträgern geplünderte Verein vergaloppiert. Und lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Was aber keinesfalls heißen darf, dass die Champions League verfehlt wird. Die Qualifikation für die Königsklasse hat nämlich zwei Vorteile: Die Westfalen spielen massig Geld ein, was erhoffte Verstärkungen anlockt und noch wichtiger: Der BVB geht dann RB Salzburg aus dem Weg, weil die bei jeder Quali spätestens am letzten Hindernis verweigern…

Spaß beiseite. Nicht nur Red Bull macht Flügel sondern womöglich den Dortmundern ein Blick auf die Tabelle sowie den Rückspiegel. Nur kein Zittern, keine Niederlage beim Meister! Die Geier oder besser gesagt die Adler warten nämlich schon. Wäre doch ein Ding, wenn die Frankfurter Eintracht nicht nur die Weser sondern auch die Bundesliga-Konkurrenz um die Champions League aufmischen könnte, liebe Wettfreunde von Interwetten! Sie wird nach diesem Spieltag noch mehr zusammenrücken, wollen wir wetten…?