Montag, 05. Februar 2018

Die Winterspiele in frostigem Misstrauen

Am 9. Februar werden die Olympischen Winterspiele in Südkorea feierlich eröffnet. Aber sie werfen Schatten und nicht nur auf die politisch frostreiche und konfliktträchtige Spannung zwischen dem Veranstalterland und Nordkorea. Während hier eine befürchtete Eskalation des Kalten Krieges wohl ausbleibt und sogar olympische Einigkeit PR-wirksam in Szene gesetzt wird, weht woanders ein steifer, eiskalter Wind. Die Welt des olympischen Sportes ist förmlich eingepresst in Dopingmanipulationen ungeahnten Ausmaßes, die vielköpfig wie eine Hydra den sauberen Sportlern, Funktionären und Doping-Kontrolleuren entgegenzüngelt. Längst ist der Kampf im Dopingsumpf entartet, wird mit stumpfen Waffen scheinheilig fortgesetzt. Und das schon weit vor dem erschreckenden Staatsdoping in Russland, als gäbe es woanders heile Welten.

Es wäre ein Leichtes, Sie, liebe Wett- und Sportfreunde von Interwetten, oberflächlich auf die mit Sicherheit spannenden und interessanten Wettbewerbe einzustimmen. Aber es wird zu viel geschwiegen, fairer Sport auch durch diese Haltung ad absurdum geführt. Wir alle lieben ihn und den auch als Breiten- und Kindersport. Hinterfragen wir doch bei aller Begeisterung und Faszination das kritisch, was uns in diesen Tagen schon die kinderleichte Manipulation der Urinproben sagen will. Haben wir Freude an den kommenden Winterspielen, glauben wir trotz aller Betrügereien an die Zukunft eines fairen Sportes. Denn er hat es auf Grund seiner vielgestaltigen Geschichte und als Quell positiver Emotionen und Persönlichkeitswerten mehr als verdient. Schweigen und Tolerieren der Skandale werden ihn töten!