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Freitag, 27. Juli 2018

Die WM als Karrieresprungbrett

Mit starken Leistungen bei der Weltmeisterschaft haben sich einige Talente nicht nur für große Klubs interessant gemacht, sondern auch ihre Marktwerte teils drastisch erhöht. Wir zeigen die WM-Debütanten, die nach dem Turnier in Russland den größten Sprung gemacht haben.

 

Knapp 54 Wochen ist es her, dass der damals 21-jährige Benjamin Pavard mit dem VfB Stuttgart den Aufstieg in die erste Bundesliga feierte. Nur ein Jahr später darf er den WM-Pokal in den Himmel recken – als unumstrittener Stammspieler Frankreichs, dem wertvollsten Nationalteam aller Zeiten. Schon vor dem Turnier galt der Innenverteidiger, auch ohne Erfahrung auf allerhöchstem Niveau, als eines der vielversprechendsten Talente auf seiner Position. Ein Marktwert von 30 Millionen Euro bestätigte das. Seine starken Leistungen in Russland, wo Trainer Didier Deschamps ihn überraschend als Rechtsverteidiger einsetzte, sorgten nun für eine weitere Aufwertung auf 40 Millionen Euro. Damit gehört Pavard zu den 25 wertvollsten Abwehrspielern der Welt. Kaum vorstellbar, dass er auch in der kommenden Saison noch im Schwabenland spielt. Nicht nur der FC Bayern München zeigt großes Interesse.

 



Mbappé jetzt 150 Millionen Euro wert

 

Aber auch andere Spieler nutzten ihre erste Weltmeisterschaft, um ihre Position auf dem Transfermarkt oder bei Gehaltsverhandlungen weiter zu verbessern. Unter den WM-Debütanten mit dem größten Marktwertplus findet sich mit Kylian Mbappé auch einer, der ohnehin schon zu den teuersten Spielern der Welt zählte:


WM Offensiv Statistik Infografik

(Quelle: transfermarkt.de)

 

Neben Pavard und Mbappé, der zum besten jungen Spieler des Turniers gekürt wurde, ging es noch für zwei weitere französische WM-Neulinge nach oben: N’Golo Kantés Marktwert entspricht mit 80 Millionen Euro nun seinem Ruf als momentan wohl bester defensiver Mittelfeldspieler der Welt. Samuel Umtiti vom FC Barcelona erhielt eine Aufwertung von zehn Millionen auf nun 70 Millionen Euro. Nach seinem Abwehrkollegen Raphael Varane von Real Madrid, der schon 2014 dabei war, ist er somit der wertvollste Verteidiger der Welt.

 

Yerry Mina betreibt Eigenwerbung

 

Prozentual machte Yerry Mina, Umtitis Mitspieler vom FC Barcelona, den größten Sprung. Für den Kolumbianer ging es von neun auf 20 Millionen Euro. Gleichzeitig dürfte sich auch die Zahl der Wechselangebote für den 1,95-Meter-Verteidiger erhöhen. Erst im Januar dieses Jahres war Mina für knapp zwölf Millionen Euro vom brasilianischen Klub Palmeiras nach Katalonien gewechselt. Dort brachte er es hinter dem Duo Piqué/Umtiti allerdings nur auf fünf Einsätze in der Liga. Sein wuchtiges Kopfballspiel, mit dem er bei der WM in nur drei Einsätzen genauso viele Tore erzielte, dürfte ihn für zahlreiche Top-Mannschaften jedoch interessant machen. Vor allem der FC Everton gilt als möglicher Abnehmer. Dass der FC Barcelona, der hinter Umtiti und Piqúe kaum Alternativen besitzt, den erst 23-Jährigen nach einer derart überzeugenden WM günstig abgibt, scheint aber unwahrscheinlich.