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Montag, 21. Januar 2019

KITZBÜHEL UND SCHLADMING - Der Countdown zur Ski-WM

Nach den Lauberhornrennen in Wengen sind kommendes Wochenende alle Augen auf Kitzbühel gerichtet: der Countdown zur Ski-WM im Februar ist eingeläutet.

Das 79. Hahnenkamm-Wochenende startet am Freitag nicht traditionell mit dem Super-G, sondern direkt mit der Abfahrt. Zumindest auf den Schnee ist dieses Jahr Verlass - doch können die Favoriten des Ski-Weltcups ihrer Rolle kurz vor Beginn der WM gerecht werden? Wer Kitzbühel kennt, weiß, dass gerade diese prestigeträchtigen Rennen immer wieder für Überraschungen sorgen.

Spannend bleibt, welche Sportler zur WM nach Åre fahren dürfen: der österreichische Kader für WM-Medaillen wird erst Anfang Februar bestimmt. Ausschlaggebend dafür sind die Rennen in Kitzbühel und Schladming, wo die letzten Entscheidungen vor der Ski-WM im Februar fallen. Nur die Kandahar-Abfahrt und ein Riesentorlauf in Garmisch-Partenkirchen stehen vorher noch am Programm des Ski-Weltcups.

Als Startschuss: Die Speed Events

Die Streif, Highlight des Ski-Weltcups, bringt selbst die Favoriten ins Schwitzen. Schließlich konnten in den vergangenen 30 Jahren erst drei Fahrer Super-G und Abfahrt am gleichen Wochenende gewinnen. Zu 70 Prozent gehören die Sieger der beiden Speed Events nicht einmal derselben Nation an.

Die Hälfte aller Super-G Rennen in Kitzbühel endeten mit einem Heimsieg - Bei den Top Nationen der vergangenen 30 Jahre steht Österreich ganz oben auf der Liste. Raum für Überraschungssieger gibt es in dieser Disziplin allemal. Nur fünf der letzten zehn Kitzbüheler Super-G konnte ein Favorit aus der Top-Gruppe für sich entscheiden. Zu den heißesten Anwärtern auf das Podest zählen neben dem Schweizer Beat Feuz, der Italiener Dominik Paris, Hannes Reichelt, Vincent Kriechmayr und Matthias Mayer.

Dieser Abfahrtssieg auf der Streif bedeutet für zahlreiche Athleten den Höhepunkt einer erfolgreichen Karriere. Hier spricht die Statistik für die Abfahrt am Freitag klar für Rennläufer aus der Top-Gruppe: Es bedarf großer Erfahrung, um die anspruchsvolle Strecke in Bestzeit zu bewältigen.

Als Favoriten in der Abfahrt gelten die Schweizer, sie stellen 30 Prozent aller bisherigen Sieger. Top-Anwärter auf den Sieg ist somit Beat Feuz als Führender des Abfahrt Weltcups. Zu den österreichischen Assen zählen Hannes Reichelt und Vincent Kriechmayr, der Gewinner der Lauberhornabfahrt vergangenes Wochenende. Auch die Italiener haben laut Statistik gute Chancen, die Streif zu gewinnen: 15 Prozent der vergangenen Abfahrten konnten sie für sich entscheiden. Keinesfalls vergessen darf man in den Speed-Bewerben die Norweger, die in beiden Disziplinen zu den drei Top-Nationen gehören.

Einen großen Anteil am Erfolg der Athleten hat das Material. Sowohl im Super-G als auch in der Abfahrt spricht die Statistik für einen Sieger aus dem Worldcup Rebels Team: Die Marke Head stellte in den letzten Jahren bei den Speed-Bewerben die größte Anzahl an Siegesski.

Slalom Doppelpack - Das Finale vor der Ski-WM

Der Slalom ist der krönende Abschluss des Kitzbühel Wochenendes. Als klare Favoriten am Ganslernhang gelten Marcel Hirscher und Henrik Kristoffersen, die in den vergangenen drei Jahren jeweils um den obersten Podestplatz in Kitzbühel gekämpft haben. Ergänzt werden die aktuellen Top-3 in der Slalom Gesamtwertung durch den Franzosen Clément Noël. Die Ergebnisse der letzten Slaloms weiten den Kreis der Favoriten weiter aus: überzeugende Leistungen der österreichischen Fahrer Marco Schwarz und Manuel Feller garantieren spannende Kämpfe um das Podium.

Wie wahrscheinlich ist es, dass der Führende nach dem ersten Durchgang das Rennen gewinnt? Henrik Kristoffersen schaffte es 2018 als Einziger innerhalb der letzten zehn Jahre, die Führung nach dem ersten Durchgang mit einem Sieg am Ganslernhang zu krönen. Beim zwei Tage später folgenden Nightrace in Schladming hingegen brachten 60% der Führenden nach dem ersten Durchgang das Ergebnis ins Ziel. Allein Marcel Hirscher gelang dies - die Alpinen Skiweltmeisterschaften 2013 inklusive - auf der Planai bereits drei Mal.

Beim Slalom am Ganslernhang und auf der Planai siegen klar die Favoriten aus der Spitzengruppe. Der Kitzbüheler Sieg von Felix Neureuther, der 2010 nicht der Spitzengruppe angehörte, war in den letzten 10 Jahren die einzige Ausnahme. Die Wahrscheinlichkeit, dass derselbe Sportler den Slalom in Kitzbühel und das Nightrace in Schladming gewinnt, liegt bei nur 30 Prozent. Meist stand in den letzten 30 Jahren ein österreichischer Skisportler am obersten Stockerl.