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Dienstag, 11. September 2018

Transfersommer: Die Bilanz der Ligen im Überblick

Seit 31. August ist das Transferfenster aller europäischen Top-Ligen geschlossen. Während die Premier League rund eine Milliarde Euro mehr ausgab als sie einnahm, erzielte die Ligue 1 sogar einen Transfergewinn.

Als bereits am 9. August das Transferfenster in England schloss, war klar: Einen neuen Rekord wird die Premier League diesen Sommer nicht aufstellen. Knapp 200 Millionen Euro weniger als im Vorjahr gaben die Vereine aus der höchsten englischen Spielklasse 2018 für neue Spieler aus. Im Vergleich der fünf Top-Ligen ist das allerdings immer noch klarer Bestwert.

Gesamtausgaben für Sommertransfers

Äußerst zurückhaltend zeigte sich hingegen die Bundesliga. Mit Ausgaben von knapp 480 Millionen Euro liegen die deutschen Vereine abgeschlagen auf dem fünften Platz. Die französische Ligue 1 investierte im Vergleich 100 Millionen Euro mehr. In der Bilanz spiegelt sich das allerdings positiv wider: Die 18 deutsche Vereine erzielten insgesamt ein leichtes Transferplus.

Bilanz der 5 Top-Ligen

Besonders auffällig ist jedoch die Bilanz der Ligue 1. Die machte fast 300 Millionen Euro Gewinn durch Transfers und zeigte erneut, wie begehrt junge Spieler aus der französischen Liga sind. So wechselte Frankreichs Nationalspieler Thomas Lemar für 70 Millionen Euro zu Atlético Madrid. Fabinho, Lemars ehemaliger Teamkollege aus Monaco schloss sich für 45 Millionen Euro dem FC Liverpool an, während Bordeauxs Malcom nach langem Hin und Her nach Barcelona ging. Im Vergleich dazu zahlten die französischen Teams nur für einen Spieler mehr als 37 Millionen Euro: Kylian Mbappé, dessen Ablöse erst ein Jahr nach seinem Wechsel zu Paris Saint-Germain fällig wurde, kostet den Serienmeister 135 Millionen Euro.

Primera División am konstantesten

Betrachtet man den finanziellen Aufwand im Verhältnis zum sportlichen Erfolg, wird deutlich: Die Primera Divisiòn investierte in den vergangenen Jahren im Vergleich zu Premier League und Serie A weniger in neue Spieler, sammelte auf europäischer Ebene aber deutlich mehr Titel und Punkte.

Transferausgaben pro Punkt in der 5-Jahreswertung

So “bezahlten” die La-Liga-Teams letzte Saison knapp 30 Millionen Euro für einen Punkt in der FIFA-5-Jahreswertung, die anderen Top-Ligen hingegen weit über 50 Millionen. Ein Blick auf die letzten Sieger von Champions League und Europa League erklärt dieses Verhältnis eindrucksvoll: Vier der letzten fünf Europa-League-Titel gingen nach Spanien – dreimal FC Sevilla, einmal Atlético Madrid. In der Champions League gab es den letzten nicht-spanischen Gewinner 2013. Damals holte der FC Bayern den Henkelpott, seitdem triumphierte Real Madrid viermal, der FC Barcelona einmal.