SportwettenSportwetten NewsWM 2018Das Unwort – Ballbesitzfußball!
Freitag, 29. Juni 2018

Das Unwort – Ballbesitzfußball!

Gerd Rubenbauer sagte gestern in einer Talkrunde, er könne das Wort „Ballbesitzfußball“ nicht mehr hören. Die Vision des Bundestrainers, quälend langer Ballbesitz nach dem Vorbild der Spanier würde den Gegner ermüden, hat sich dramatisch erledigt. Aber es kommt noch schlimmer, er wird wohl hierzulande als taktische Möglichkeit komplett über Bord manövriert. Gerne schütten wir polarisierende Deutsche das Kind mit dem Bade aus, meiden Mittelwege auch bzgl. einer Fußballtaktik.

Guardiola- ein fragwürdiges Vorbild

Blenden wir kurz zurück. Pep Guardiola war mit diesem System bei Barca erfolgreich, weil er mit Messi sowieso, aber auch Xavi und Iniesta Spielerpersönlichkeiten hatte, die in der Tiefe des Raumes für den Gegner Unheil stifteten. Genau diese Spieler hatte der Bundestrainer bei diesem Turnier und weit vorher nicht. Deshalb ermüdete dieses spanische Vorbild nicht den Gegner, sondern das Publikum. Mit markanten Gähnlauten, die das Heer der Rückpass- und Querpassspieler beständig in der Bundesliga provozieren. Nur kein Dribbling, kein Vertikalspiel. Etliche „Systemtrainer“, um ein Reizwort der Scholl-Kritik zu nennen, leisten sehr wenig Widerstand, wenn wieder einmal der Goalie die meisten Ballkontakte besitzt oder Weigel und Co. eine Passgenauigkeit von über 99 Prozent mit absolutem Ballgeschiebe besitzen.

Spannung einer Wetterkarte

Ich gebe zu mit einem leicht zynischen Unterton, aber wer will bitte so einen Fußball sehen? Trotzdem verzichtet der deutsche Fußball zu sehr auf kreative Offensivaktionen, auf die Ausbildung karätiger Stürmer und Dribbler, eben die Würze unseres geliebten Sportes. Bezeichnenderweise erzielte der deutsche „Altherrenfußball“ nach Paul Breitner nur ein einziges Tor und das noch aus einer Standardsituation. So gesehen belächeln schon seit geraumer Zeit ehemalige Underdogs vor allem in der Europa League diese leicht ausrechenbare Taktik gepaart mit Selbstüberschätzung.

Ultimatives Umdenken

Schon die arrivierten Jugendtrainer zumal in den Leistungszentren müssen beträchtlich umdenken. Joachim Löws großes Verdienst war es, den Rumpelfußball zu vieler deutscher Teams mit einem erfrischenden Bekenntnis zu technisch ansprechendem Spiel in die Asservatenkammer geschickt zu haben. Aber spätestens seit 2014 war einer seiner vielen Fehler, dass er nicht urdeutsche Tugenden beimischte. Zu dieser Synthese muss der deutsche Fußball zurückgewinnen. Sonst warten die Geier schon mit ihrem Hohngesängen – und davon gibt es leider zu viele, nicht nur hierzulande…man lese nur die internationale Presse via England!

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